SPONSORS reports on Reachbird Sports

24 January 2017 /

Influencer: Mesut Özil vs. Bene Mayr 

Profis wie Mesut Özil zählen zu den deutschen Stars in den sozialen Medien. Für viele werbetreibende Unternehmen sind Fußball-Testimonials aber nicht in Budget-Reichweite. Doch es gibt eine Lösung für den kleineren Geldbeutel: Influencer.

Wer braucht schon Mesut Özil, wenn er sich für kleines Geld Bene Mayr leisten kann?

Bene Mayr ist Influencer. Der 27-jährige Freeskier ist in der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, hat auf Facebook aber immerhin knapp 35 000 Fans.

Influencer wie Mayr haben trotz vergleichweise geringer Reichweiten in den sozialen Medien einen entscheidenden Vorteil gegenüber globalen Sportstars: Sie haben durch eine spitze Zielgruppe in vielen Fällen eine höhere Bindung zu ihren Followern und besitzen somit eine überdurchschnittlich hohe Glaubwürdigkeit. Über Influencer erhoffen sich werbende Marken also die Chance auf eine gut ausgesteuerte Verbreitung ihrer Botschaften mit wenig Streuverlust. Und die Athleten wiederum können, sofern sie einen Auftrag erhalten, ihre Posts entsprechend monetarisieren – eine Win-win-Situation.

In der Wirtschaft gibt es Influencer-Agenturen wie Sand am Meer. Im Sport sind die Dienstleister bisher dagegen rar gesät. Einer der wenigen Anbieter in diesem Bereich ist Reachbird Sports. Auf der Internetplattform können sich sowohl Sportler als auch Marken anmelden. Der Sportler registriert sich mit seinem Instagram-Account, der mindestens 500 Follower aufweisen muss, und ergänzt die Informationen durch persönliche Daten wie Geschlecht, Alter und Herkunft.

Potenzielle Marken registrieren sich ebenfalls und werden von Reachbird auf Seriosität überprüft. Dann legen sie eine Kampagne mit dem gewünschten sozialen Netzwerk an – aktuell Instagram, Facebook oder Youtube. Anschließend kann ein zum Unternehmen und dessen Produkten passender Suchbegriff eingegeben werden und es werden alle Influencer angezeigt, die sich schon mit diesem Thema beschäftigt haben. Ein Suchbegriff kann zum Beispiel „Smoothie“ sein. KPIs sind hier die Häufigkeit, wie oft sich ein Influencer mit dem Thema beschäftigt, und die Engagement-Rate (Likes und Kommentare durch Follower-Zahl) zum jeweiligen Thema. Zudem werden auch Influencer über themenverwandte Suchbegriffe gefunden und angezeigt – beim Beispiel „Smoothie“ etwa über Begriffe wie Früchte, Getränke oder gesunde Ernährung.

Ein interessiertes Unternehmen kann danach die von ihm präferierten Influencer per Mausklick zu seiner Kampagne hinzufügen, der jeweils ein Briefing zugrunde liegen muss, in dem Ziel und Hintergrund der Kampagne erklärt werden, aber auch Zeitraum, Beispielpost, Hashtags und Verlinkungsvorgaben auf Corporate Accounts genannt werden. Auf Grundlage des erstellten Briefings hat der mögliche Influencer nun 48 Stunden Zeit, um zu- oder abzusagen.

Kommen Unternehmen und Athlet zusammen, postet der Influencer die dem Briefing entsprechenden Inhalte. In der Regel kauft eine Marke ein bis drei Posts pro Kampagne. Die Plattform selbst trackt alle Vorgänge und stellt dem Unternehmen im Anschluss an die Kampagne eine quantitative und qualitative Auswertung zur Verfügung.

Mastercard startet Kampagne für Hahnenkammrennen 

Dass Influencer eine günstige Möglichkeit für zielgerichtete Werbebotschaften sein können, zeigt die Preisgestaltung der Plattform, die wie bei klassischen Mediabuchungen auf Basis eines Tausender-Kontakt-Preises (TKP) erfolgt. Da Reachbird Sports hauptsächlich Sportler mit relativ wenigen Followern hat, schlägt die Plattform für Athleten mit bis zu 5000 Followern einen Fixpreis von 100 Euro pro Post vor. Für Influencer mit größeren Follower-Zahlen gibt es insgesamt 15 definierte TKP-Spannen, die von 25 Euro (bei 5000 bis 9999 Followern) mit zunehmender Follower-Zahl auf bis zu drei Euro bei einem Athleten mit über 150 000 Followern sinken. Grundsätzlich können Influencer selbst den Preis für einen Post bestimmen, Reachbird Sports bietet lediglich eine Orientierungshilfe.

Die Bezahlung der Influencer erfolgt wie der gesamte Kommunikationsprozess über Reachbird Sports. Der Dienstleister selbst erhebt pro Post eines Athleten eine anteilige Vermittlungsgebühr.

Bislang zählt Reachbird Sports über 100 Influencer aus dem Sport, auch erste Vermarktungserfolge zeichnen sich ab. Die Plattform konnte mit Mastercard Anfang Januar eine Kampagne starten. Im Zuge dessen bewarben vier vom Kreditkartenunternehmen ausgewählte Wintersportler auf Facebook ein Gewinnspiel für ein VIP-Wochenende beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Einer der Sportler war übrigens Bene Mayr.

 

Written by Henning Eberhardt, SPONSORS

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